Kosten

Aus Sorge vor all zu hohen Kosten, scheuen sich viele, auf ihr “gutes Recht” zu bestehen.
Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Beauftragung eines Rechtsanwaltes nicht zwangsläufig ein “kleines Vermögen” kosten muss – in den verschiedenen Stadien einer Rechtsberatung bzw. eines Rechtsstreites, entstehen orientiert am Gegenstands- bzw. Streitwert jeweils Gebühren. Diese können sich je nach konkreter Tätigkeit eines Anwaltes durchaus stark unterscheiden. Man kann also nicht pauschal sagen, dass die Beauftragung eines Rechtsanwaltes mit hohen Kosten verbunden sein muss. Auch muss ein Rechtsstreit nicht unbedingt vor dem Richter enden – eine rechtliche Auseindersetzung kann sich häufig auch ohne ein Gerichtsverfahren beilegen lassen, wodurch auch die Kosten in der Regel überschaubar bleiben.

Auch besteht die Möglichkeit, unter gewissen Voraussetzungen, die sog. Prozesskostenhilfe beim für den konkreten Rechtsstreit zuständigen Gericht zu beantragen.

Eine Einschätzung der Kosten Ihrer individuellen Rechtsberatung erhalten Sie unverbindlich und gebührenfrei – zögern Sie nicht, mich hierzu zu kontaktieren.

Die Erstberatung:

Im “ersten Beratungsgespräch” haben Sie die Möglichkeit, Ihr konkretes Rechtsproblem zu schildern.
Die Erstberatung erschöpft sich in der Beantwortung der Frage, ob die Rechtsverfolgung wegen ihrer Aussichten auf Erfolg betrieben, oder aber von ihr abgesehen werden sollte, wobei die Kosten für den Rechtsrat hierbei immer in einem gesunden Verhältnis zu Ihrem Informationsbedürfnis steht, denn ausschlaggebend für die konkrete Höhe der Erstberatungsgebühr ist in erster Linie Ihr wirtschaftliches Interesse an der Rechtsverfolgung im konkreten Fall.
Sind Sie im Sinne des Gesetzes Verbraucher, belaufen sich die Kosten auf mindestens 20,00 € und höchstens 190,00 €.
Für einen Unternehmer liegt die Höchstgrenze bei 380,00 €.

Sofern letztlich die Mandatierung das Ergebnis der Erstberatung ist, gehen die Kosten für diese in den Gebühren des Mandatsverhältnisses auf, sprich sie entfallen wieder.

Das Mandatsverhältnis:

Im Mandantsverhältnis gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Gebührenfestsetzung.

Im Rahmen einer Vergütungsvereinbarung wird üblicherweise ein Honorar entsprechend des Aufwandes der konkreten Tätigkeit, oder aber auch eine Kostenpauschale festgelegt.

Weitestgehend ist die Bemessung nach dem Gegenstandswert üblich, wobei die wirtschaftliche Bedeutung einer Rechtstreitigkeit die Grundlage der Berechnung bildet.
Die Kosten richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Hierbei dient die sog. Gebührentabelle der Ermittlung der konkreten Rechtsanwaltkosten. Bezugsgröße ist beispielsweise im Falle der Geltendmachung einer Geldforderung eben die Höhe dieser. Das Gebührenrecht ist degressiv gestaltet, d.h. der Gebührenanteil wird je höher die Forderung ist, immer geringer.

Im Grundsatz werden die Kosten eines Rechtstreites zwischen den Parteien letztlich je nach Verhältnis von Obsiegen und Unterliegen verteilt. Bei einem vollem Sieg ist das Honorar des eigenen Anwaltes also durch die Gegenseite zu tragen – man hat einen Anspruch auf “Freistellung” von den eigenen Anwaltskosten, dies jedoch nur bis zur Höhe der Gebühren nach dem RVG. Darüber hinaus gehende Anwaltskosten – etwa infolge einer über die gesetzlichen Gebührengrenzen hinausgehenden individuellen Honorarvereinbarung – sind von der jeweiligen Partei selbst zu tragen. Einzig in arbeitsrechtlichen Streitigkeiten wird von diesem Grundsatz abgewichen: bei der aussergerichtlichen Vertretung sowie in der ersten Gerichtsinstanz liegt die jeweilige Kostenlast bei den Parteien des Rechtstreites.

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