Arbeitsrecht

Das Arbeitsverhältnis bildet die Grundlage der Existenz für über 41 Millionen Menschen in Deutschland.

Dem trägt das Deutsche Recht mit einem der stärksten Systeme zum Schutze und Erhalt des Arbeitsverhältnisses überhaupt Rechnung – dies ist die individualrechtliche Ebene des Arbeitsrechtes. Auf dieser werden die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern geregelt.

Daneben gibt es das sog. Kollektivarbeitsrecht. Dieses regelt die Rechtsbeziehungen zwischen dem Artbeitgeber bzw. den Arbeitgeberverbänden und Deren “Gegenspielern”. Dies sind die Betriebsräte und diesen übergeordnet, die Gewerkschaften.

Individualarbeitsrecht:
Eines der bedeutensten Gesetze im Individualarbeitsrecht ist das Kündigungsschutzgesetz (KschG).
Vom KschG sind alle Arbeitsverhältnisse in Betrieben mit einer Belegschaft von 10 ständigen Arbeitnehmern erfasst. Ziel ist der Erhalt und Schutz des Arbeitsverhältnisses – ein Arbeitgeber braucht daher zur einseitigen Beendigung dessen stets einen Grund. Gründe, die eine Kündigung rechtfertigen, sind durch das Gesetz vorgegeben und bis auf sehr wenige Aussnahmen gerichtlich überprüfbar – die Beweislast für deren Vorliegen trägt hierbei regelmäßig der Arbeitgeber.

Kollektivarbeitsrecht:
Ab einer entsprechenden Betriesbsstärke hat die Arbeitnehmerschaft innerhalb eines Betriebes den Anspruch auf Gründung eines Betriebsrates.
Das Betreibsverfassungsgesetz (BetrVG) regelt, dass:
“In Betrieben mit in der Regel mindestens fünf ständigen wahlberechtigten
Arbeitnehmern, von denen drei wählbar sind, Betriebsräte gewählt werden”.
Die Betriebsräte vertreten gegenüber dem Arbeitgeber die Interessen der Arbeitnehmerschaft im Betrieb bzw. im Unternehmen.
Sie haben je nach Regelungsmaterie Rechte auf Information, Intervention und teils sogar Mitbestimmung.

Die Rolle der Betriebsräte wird innerhab der Anwaltschaft sehr differenziert beurteilt – letztlich hängt dies vom jeweiligen Unternehmen ab – Betriebsräte können durchaus positiv bei der Entwicklung eines Unternehmens mitwirken.

Wir bieten arbeitsrechtliche Beratung und Interessenvertretung auf sowohl individual- als auch kollektivrechtlicher Ebene.

Gerichtsbarkeit/Kosten:
Kaum ein Lebensbereich bringt mehr Rechtsstreitigkeiten hervor. Dies ist auch primärer Grund dafür, dass das Arbeitsrecht über eine eigene Gerichtsbarkeit verfügt.
Auch ist das arbeitsrechtliche Kostenrecht innerhalb der Zivilgerichtsbarkeit von der Besonderheit geprägt, dass jede Partei einer Arbeitrechtsstreitigkeit in der ersten Gerichtsinstanz unabhängig von Obsiegen oder Unterliegen, ihre eigenen Kosten grundsätzlich selber zu tragen hat.
Dies mag auf den ersten Blick befremdlich und widersprüchlich wirken: “…jetzt geht es mir schon an den Job und dann muss ich obendrein auch noch meinen Anwalt selber bezahlen, selbst wenn ich gewinne?!?” …wird sich manch einer fragen…
Aber die bei genauer Betrachtung wohl bedachte Intention des Gesetzgebers dies derart zu regeln war, dem Machtgefälle zwischen Arbeitgeber und dem regelmäßig finanziell schwächeren Arbeitnehmer, gerecht zu werden.
Diesem soll dadurch, dass er im Unterliegensfalle lediglich die eigenen Kosten zu tragen hat, die Scheu davor genommen werden, seine Rechte auch auf gerichtlichem Wege zu verteidigen und durchzusetzen. Denn die Kosten bleiben überschaubar und das Prozessrisiko finanziell klar kalkulierbar und damit auch das “Für” und “Wider” wortwörtlich “berechenbar”.

Zudem müssen Gerichtskosten anderes als vor den “normalen” Zivilgerichten von der klagenden Partei nicht vorgeschossen werden – erst nach Abschluss der Streitigkeit, sind sie durch die unterliegende Partei zu tragen.

Sie haben ein konkretes arbeitsrechtliches Problem?!?

Gerne zeige ich Ihnen unverbindlich die konkreten Kostenrisiken auf.

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